AVM arbeitet an 10-GBit/s-Kabelrouter

In diesem Jahr kommen die ersten Giga-Kabelnetzzugänge. Eine Fritzbox von AVM soll bald Docsis 3.1 unterstützen. Bisher gibt es in Deutschland noch keine Endgeräte.

AVM arbeitet an einer Fritzbox für das Kabelnetz, die das neue Protokoll Docsis 3.1 unterstützt. AVM-Sprecherin Doris Haar sagte Golem.de auf Anfrage: „Auch für Docsis 3.1 wird es eine Fritzbox geben. Genauer Zeitpunkt und Name stehen noch nicht fest. AVM ist bei diesen Breitbandtechnologien halt immer ganz vorne mit dabei.“

Bei einem Hintergrundgespräch hatte ein Sprecher von Vodafone in dieser Woche erklärt, dass Endgeräte auf dem deutschen Markt noch nicht verfügbar seien.

Die Fritzbox 6590 Cable unterstützt noch Docsis 3.0. Auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 hatte AVM bereits Docsis 3.1 gezeigt.

Unitymedia bereitet nach eigenen Aussagen bereits den Roll-out von Docsis 3.1 in seinem Netz vor. Vodafone Kabel Deutschland testet den neuen Standard bereits in Wohnhäusern in einer deutschen Großstadt. Der Kabelnetzbetreiber hatte in diesem Monat bei einer Präsentation dabei eine Datenrate von 8,4 GBit/s im Downstream erreicht.

Mit voll ausgebautem Docsis 3.1 lassen sich in Koaxialnetzen Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und bis zu 1 GBit/s im Upstream erzielen. Der neue Standard soll den Datendurchsatz im Downstream und im Upstream maximieren, ohne große Änderungen an der vorhandenen HFC-Netzinfrastruktur (Hybrid Fiber Coax) notwendig werden zu lassen. Docsis 3.1 arbeitet mit Kanalbandbreiten von 192 MHz im Downstream und 96 MHz im Upstream, die aber bei Bedarf skaliert werden können. Die Obergrenze liegt bei 1.794 MHz, der Upstream wurde bisher auf 5 MHz bis 204 MHz erweitert.

Quelle: golem